WERNER H.SCHOCH
LABOR FÜR QUARTAERE HOELZER
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ANALYSEN 2015            zum Vergrössern            Fotos anklicken Abegg-Stiftung / SNM Neolithisches Textilfragment, Eintrag (Kette bereits 2013 analysiert) Sarah Obrecht, Abegg-Stiftung, Riggisberg / BE Urdorf / ZH Sockelleisten, Holzarten Koto oder Mempisang? Bestimmung der Arten Hansruedi Arni, Stucky Holzprofilleisten AG, Urdorf / ZH / CH Bibersee, Cham, ZG Reste von Fischreusen, Holzartenbestimmung der verwendeten Hölzer Johannes Weiss, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Konservierung/Restaurierung, Zug / CH Poprad-Matejovice / Slovakei Rinden- / Bastprobe von Korb aus Blockbergung Tereza Stolcovà, Schleswig-Hoplsteinische Landesmuseen, Schleswig / Sylvia Mitschke, Reiss-Engelhornmuseen, Mannheim Birmensdorf / ZH Nagespäne von Zimmermannsbock Beat Wermelinger, Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Birmensdorf / ZH Landesamt für Denkmalpflege  Mineralisierte Holzreste an Eisenobjekten, 4. Serie, FMA-Gräberfeld Lauchheim  Bejamin Höke, Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen / Patrricia Schlemper M.A., Zentrales Fundarchiv, Rastatt Kempraten / SG Holzkohlen aus römischer Grabung, Kalkbrennöfen Angela Schlumbaum, IPNA, Basel Bodendielen, CH Holzartenbestimmung, falsch deklariertes Holz wurde eingebaut B. Lysser, Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie, ISP, Heimberg / BE Spina, Provinz Ferrara / I Hölzer und Holzkohlen aus der etruskischen Stadt, Grabung 2015 Martin Mohr, Archäologisches Institut der Universität Zürich Les Bagnoles, Vaucluse, F Holzkohlen aus der Grabung 2015, Auswahl für 14C-Datierungen Samuel van Willigen, Maison Méditerannéenne des Sciences de l’Homme (Lampea), Aix-en-Provence Locarno / TI Analyse von historischen Pfählen Marco Antognini, Museo cantonale di storio naturale Lugano Muotathal, Bisistal / SZ Holzkohlen aus frühmesolithischem Abri ‘Berglibalm’ Walter Imhof, Urs Leuzinger, Amt für Archäologie, Kantonsarchäologie Thurgau, Bildungsdepartement Kt. Schwyz Schleitheim, Bolstiig / SH Holzrest an Schwertgriff, Frühmittelalterliches Grab Markus Höneisen, Kathrin Schäppi, Ulich Hürten, Kantonsarchäologie, Schaffhausen Kirchgasse, Erschwil / SO Holzreste von Boden aus römischem Landhaus Fabio Tortoli, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Kantonsarchäologie, Solothurn Oberhalbstein / GR Bergbau, Kupferverarbeitung und Bronzetechnologie, Holzkohlen 2014/2015 Philippe Della Casa, Institut für Archäologie, Fachbereich Prähistorische Archäologie, Universität Zürich Sizilien, Monte Iato, I 20 Proben mit 164 Holzkohlen der Grabungskampagne 2015. Martin Mohr, Institut für Archäologie, Fachbereich Klassische Archäologie, Universität Zürich Alpenquai / ZH Bronzezeitliche Artefakte der Baggerarbeiten zu Beginn des 20. Jahrhunderts Samuel van Willigen, Musée National Suisse, Zürich.  Bestimmungen für BA-Arbeit Alexandre Keiser, Universität Zürich Grenchen, Schulstrasse / SO Mineralisierte Holzreste an Gürtelschnalle und an Saxgriff aus Grab Mirjam Wullschleger, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Kantonsarchäologie, Solothurn Herbertingen, Bettelbühl D Holzbestimmung an organischem Material unter Messergriff, Fürstinnengrab Hügel 4 Nicole Ebinger-Rist, Restaurierung im Referat 84, Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen Regensdorf, Geissberg / ZH Holzkohlen aus der Grabung, eisenzeitliche und römische Spuren  Beat Horisberger, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich Nürensdorf / ZH Astfragmente mit Sägespuren, mit Schatzfund (Brakteaten 1. H. 14. Jh) geborgen Werner Wild, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich Rafz, Schregwägli / ZH Erste konkrete Befunde aus römischer Zeit in Rafz (Holzkohlen, 1. oder 2. Jh.) Stefanie Brunner, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich Kanada, Importholz Bestimmen der Holzart an zwei Importhölzern aus Kanada Roland Erne, Laupen / ZH Kloster Lorsch D Bauuntersuchungen, Renovation, diverse Hölzer und Moos Katarina Papajanni, Lehrstuhl für Baugeschichte, Historische Bauforschung und Denkmalpflege,TU München Niederweningen / ZH Hölzer aus dem Haupttorf der Mammutfundstelle Heinz Furrer, Paläontologe, Abteilungsleiter und Kurator an der Universität Zürich (retired) Kirchgasse, Erschwil / SO Holzreste von Boden aus römischem Landhaus Fabio Tortoli, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Kantonsarchäologie, Solothurn Ochtmissen, Lüneburg D Holzkohleanalysen von Neandertaler-Fundplatz mit 58 Faustkeilen Hartmut Thieme, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Hannover Wald / ZH Holzbestimmung an einem Propeller einer Sablatnig FS4 (Deutschland 1917) Jürg Bass, Wald Seeburg D Holz eines römischen Ankers, Tauchfund Christian Weitemeyer, Seeburg Regensburg D Rindenprobe für 14C-Datierung eines Balkens aus dem Regensburger Dom  Katarina Papajanni, Lehrstuhl für Baugeschichte, Historische Bauforschung und Denkmalpflege,TU München Sursee, Vierherrenplatz / LU Metallobjekte aus spätrömischem Grab, mit mineralisierten Holzresten Petra Nirmaier, Dipl. Restauratorin, Denkmalpflege und Archäologie, Kanton Luzern Oberwinterthur / ZH Töpferofen, frühes 1. Jh.. Blattabdrücke im Lehm der Lochtenne Verena Jauch, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich Almyras, Mathiati u.a. / Zypern Holzkohlen von Verhüttungsplätzen und Öfen antiker Kupfergewinnung Walter Fasnacht, EXARC, Meilen, ZH Muttenz, Fulenbach / BL Holzfragment aus Hangrutschung Angela Schlumbaum, IPNA, Basel Basler Münster / CH  Eingewachsene Wurzeln im Mauerwerk der Aussenkrypta. Verursacher, Baumart? Angela Schlumbaum, IPNA, Basel / Marco Bernasconi, Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt Bern /  Neuchâtel Konservierungs-Projekt von Holz-Eisen-Kompositobjekten, Holzbestimmung Marie-Jeanne Scholl, Haute Ecole Arc Conservation-restauration Neuchâtel, Sabine Brechbühl, Service archéologique du canton de Berne Zürich, CH Tafelklavier aus Schweden, um 1780, Holzbestimmung an Deckfurnier Otto Rindlisbacher, Piano/Cembalobau, Zürich Jänschwalde 9, D Holzkohlen aus Kaiser-/Völkerwanderungszeitlichem Gräberfeld, 2. Serie Sabine Karg, Communicating Culture, Strandskolevej 261, DK-2660 Brondby Strand Oberrieden / ZH  Zustandsanalyse an gefälltem Kastanienbaum (Aesculus hyppocastaneum) Kurt Kolb, Oberrieden Bologna / I  Wood from alluvial Terrace Q16 Vincenzo Picotti, Dept. of Earth and Environmental Sciences, ETHZ / Bologna University, 40127 Bologna, Italy Berlin Marzahn, D Schlacken aus Gräberfeld, Materialbestimmungen Sabine Karg, Communicating Culture, Strandskolevej 261, DK-2660 Brondby Strand Bresse, Bourgogne / F  Kunstobjekt, Holzartbestimmung  Esther Fäs, Gattikon Landesamt für Denkmalpflege  Mineralisierte Holzreste an Eisenobjekten, 3. Serie, FMA-Gräberfeld Lauchheim  Christina Peek M.A., Landesamt für Denkmalpflege, Esslingen / Patrricia Schlemper M.A., Zentrales Fundarchiv, Rastatt Grenchen, Schulstrasse / SO  Holzanalyse von Sargbrett aus Grab vom 7. Jh. Mirjam Wullschleger, Fachbereich Römerzeit, Kantonsarchäologie Solothurn Cheyres / FR Einbaum A-26856, Holzartbestimmung und Zustandsanalyse Samuel van Willigen, Musée national Suisse, Zürich
Der Baum wurde gefällt, weil er angeblich sehr krank war. Die Beurteilung am gefällten Stamm zeigt aber lediglich Verfärbungen durch Astschnitt und Verletzungen, was bei Rosskastanie eine normale Erscheinung ist Einer der bei Bauarbeiten gefundenen Kiefernstämme, das Alter ist auf über 10'000 Jahre bestimmt worden Drei Schlacken aus einem Grab, neben den schwarzen Fragmenten (wahrscheinlich von Kiefernholz) findet sich eine anorganische Schlacke, Glas? Die Bestimmung an den kleinen Holzresten war nicht einfach, es handelt sich um Maserholz, in dem die anatomischen Strukturen stark verändert sein können. Dennoch war es möglich, an einer Stelle die Struktur von Eichenholz zu erkennen Am Griff diese Spatha haben sich mineralisierte Holzreste sehr schön erhalten, die Holzstruktur ist sehr deutlich vorhanden Im Grab aus dem 7. Jahrhundert haben sich Reste eines Sargbrettes erhalten, in sehr schlechtem Zustand, aber die Holzart ist als Wiesstanne bestimmbar Die Struktur, der Erhaltungszustand und der Einfluss der Konservierung des Einbaumes, der im Depot des Schweizerischen Nationalmuseums liegt, zeigt sich im mikroskopischen Bild des Querschnittes (Eichenholz, gelb: Konservierungsmittel) Sehr viele Holzkohlen des harzreichen Kiefernholzes sind verschwelt, nur noch partiell sind bestimmbare Holzstrukturen vorhanden, der Rest ist blasig aufgetriebenes Material, 'Schlacke' zum Bild des Monats Beispiel eines Tafelklaviers, Biedermeierzeit. Ostfriesisches Landesmuseum, Emden Stark abgebauter Holzrest, durch Eisenoxid mineralisiert. Aufsicht auf enen Markstrahl in radialer Richtung, die anatomischen Details weisen auf Abies alba, Tanne, hin Die Bruchfläche eines kleinen Holzrestes zeigt die Struktur von Eichenholz: Grosse Frühholzporen belegen ein ringporiges Laubholz, zusammen mit dem vielreihigen Markstrahl ist es als Eiche bestimmt In einer Holzkohle sind Kupfersalze eingelagert, links in einem Harzkanal von Pinus brutia, der Östlichen Mittelmeerkiefer. Die golden leuchtenden Partikel  sind reflektierende Holzkohlepartikel Im Lehm der Lochtenne haben sich Blattabdrucke erhalten, die auf die Kostruktionsweise des Ofens hindeuten. Aufgrund von Grösse und Nervatur könnte es sich um Hasellaub handeln Im klingennahen Bereich des Messergriffes haben sich durch Eisenoxid mineraliesierte Holzreste erhalten - Die Bestimmung zeigt, dass der Messergriff aus Ahornholz gefertigt war Die Sablatnig FS4 von 1917. Der wohl einzige erhaltene Komposit-Propeller besteht aus Mahagoni und Nussbaum. Das Holz des römischen Ankers zeigt auf dem Querschnitt die typischen Merkmale der im mediterranen Raum heimischen Steineiche (Quercus ilex) Lebensbild des 1890 gefundenen Mammut-Kalbes von Niederweningen. Illustration von Atelier Bunter Hund An einem Baustein der Torhalle haben sich im Mörtel Moosreste erhalten, hier mit einer Milbe. Diese Reste sind in römische Zeit datiert, es scheint, dass dieser Stein für den Bau der Torhalle wiederverwendet wurde Einer der 58 gefundenen Faustkeile aus Silex von der Fundstelle Ochtmissen bei Lüneburg. Foto NLD Winzige, sehr schlecht erhaltene Reste eines Bretterbodens aus dem römischen Landhaus, hier der Querschnitt von Abies alba, Tanne, belegen die Holzart der Bodenbretter An einem Rindenstück eines (verschollenen) Balkens aus dem Regensburger Dom wurde eine kleine Probe der innersten Schicht (rötliche Stelle in der rechten Bildhälfte) für eine 14C-Datierung (Altersbestimmung) entnommen In das Mauerwerk der Aussenkrypta vom Baslermünster sind Wurzeln eingewachsen. Diese zerstören das Mauergefüge, um Abhilfe zu schaffen, muss der Verursacher bestimmt werden. Hier handelt es sich um Wurzeln von Aesculus hippocastanum, Rosskastanie Auch bei grösseren Holzkohlefragmenten sind oft zu wenig Jahrringe erhalten geblieben, um eine dendrochronologische Datierung vornehmen zu können. Hier sind nur ca. 14 Jahrringe vorhanden, nötig wären aber 50 Jahrringe Insgesamt 18 'Holzspitzen', mit Sägespuren am Ende, wurden anlässlich der Bergung eines Münzschatzes aus der ersten Hälfte des 14. Jh. gefunden. Es handelt sich um aus einem Stamm ausgewitterte Äste, die stammnah abgeschnitten wurden. Dies scheint ein Hin In diesem Stück Eschen-Holzkohle nimmt die Jahrringbreite ab ca. Bildmitte nach rechts abrupt ab. Dies könnte ein Hinweis für Schneiteln (Schneiden von belaubten Zweigen als Tierfutter) in römischer Zeit sein Radialschnitt von Chamaecyparis nootkatensis, Yellow Cedar. Typisch für Hölzer der Cupressaceae sind die roten Inhaltstoffe in den Parenchymzellen Was wie ein Geflecht aussieht, ist ein biologisch stark abgebauter Rest von Eichenholz, Gefässe und Grundgewebe verlaufen senkrecht zu vielreihigen Markstrahlen Die Gürtelschnalle aus dem frühmittelalterlichen Grab 38 von Grenchen, Schulstrasse. Die anhaftenden mineralisierten Holzreste konnten als Eiche bestimmt werden, wahrscheinlich sind es Reste eines Sargbrettes.   Foto Kantonsarchäolgie Solothurn Einige wenige der erhalten gebliebenen Holzartefakte (meist Baggerfunde) vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Objekte sind nach alten Methoden konserviert, dadurch wird die Holzbestimmung stark erschwert zum Bild des Monats 3-D Bild einer Holzkohle, Maserholz von Quercus ilex, Steineiche Einige Mikrobilder der Holzkohlen aus der 'Berglibalm' im Vergleich mit rezentem Holz Der Griffbereich des Schwertes aus Grab1, deutlich erkennbar sind die mineralisierten Holzreste. Der Griff bestand aus Eschenholz. Einer der römischen Nägel mit den mineralisierten Holzresten, links Reste eines 28mm dicken Tannenbrettes, rechts anschliessend Eschenholz, Fasern 90° zu denen der Tanne stehend Erzprospektion auf Cotschens /GR (Bild: Universität Zürich) Die untersuchten Späne wurden von einer Larve des Zimmermannsbockes, Acanthocinus aedilis, aus dem Stamm gestossen. Foto © Ralph Trautwein, www.naturfokus-trautwein.de Ein frisch verlegter Boden aus Fichtenholz sieht aus wie Lärche, die mikroskopische Bestimmung zeigt eindeutig die Falschdeklaration: es ist Pinus sylvestris, Waldföhre! In einem Pfostenloch finden sich ausschliesslich Eichen-Holzkohlen. Diese allein ermöglichen eine zuverlässige 14C-Datierung des ehemaligen Gebäudes Rindenfragment eines Korbes aus der Grabkammer. Anhand der Struktur kommt Eiche, Weide oder Pappel in Frage, die Bestimmung ist aber wegen der schlechten Erhaltung nicht sicher möglich Manchmal ist das mineralisierte Holz so hart, dass eine schonende  Probenahme nur mit dem Diamantfräser möglich ist, hier am Schaftrest an einer Lanzentülle Die feinen Schraubenverdickungen im Gefäss sind ein wichtiges Merkmal für die Bestimmung von Hainbuche Die mikroskopischen Merkmale an einem kleinen Holzkohlefragment belegen in der 3D-Ansicht Eschenholz Selbst an ausgetrocknetem, biologisch abgebautem Holz sind die Strukturen auf dem Querschnitt von Eiche erkennbar Querschnitt von Clematis vitalba, Waldrebe. Diese Pflanze wurde zum Bau von Fischreusen verwendet, die elastischen Triebe eignen sich hervorragend als Bindematerial Von acht Hölzern sind zwei als Koto, sechs als Mempisang deklariert. Die Bestimmung ergibt eindeutig acht Proben sind Koto! Pterygota bequaertii (= P. aubreville) und P. macrocarpa (= P. cordifolia), Sterculiaceae Ein kleines Fragment des verkohlten Gewebes, die Fasern zeigen die Merkmale von fein verarbeitetem Lindenbast zu ANALYSEN 2012 zu ANALYSEN 2011 zu ANALYSEN 2013 zu ANALYSEN 2014 zu ANALYSEN 2016 zu ANALYSEN 2012 zu ANALYSEN 2011 zu ANALYSEN 2013 zu ANALYSEN 2014 zu ANALYSEN 2016 zu ANALYSEN 2017 zu ANALYSEN 2017