Grabungsfoto (Bild: Kantonsarchäologie ZH) vom Gubrist. Aus den römischen Brandgräbern sind einige Tausend Holzkohlen untersucht worden Für eine Holzbestimmung sind die kleinen Proben mehr als ausreichend, um Aussagen über die Verwendung von Stamm- oder Astholz zu machen, genügen sie aber nicht
WERNER H.SCHOCH
LABOR FÜR QUARTAERE HOELZER
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ANALYSEN 2016            zum Vergrössern            Fotos anklicken Swanetien / Georgien Faseranalyse von Stoffbeutel aus dem 13. Jh. Sarah Obrecht, Abegg-Stiftung, Riggisberg / CH Oberhalbstein / GR Holzkohlen von bronzezeitlicher Kupfererz-Verhüttung Philippe della Casa, Inst. für Archäologie, Universität Zürich / Monika Oberhänsli, Mathias Seifert, Arch. Dienst Kt. Graubünden Bern, Bundeshaus / CH Holzartenbestimmung an Sesseln aus Bundesratszimmer Ralph Stoian, Konservator/Restaurator, Bern Rapperswil / SG Madonna vom Hauptplatz, Holzartenbestimmung  Mark Wüst, Kurator, Stadtmuseum Rapperswil-Jona / CH Pfäffilkon / ZH, Usterstr. 39 280 Neolithische Artefakte, Holzartenbestimmung Adrian Huber, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich / CH FAN, Niedersachsen / D Bronzezeitliche Geweihhacke und Lanzenspitze, Holzbestimmung Utz Böhner, Freundeskreis für Archäologie in Niedersachsen e.V. (FAN) Hannover / D Regensdorf-Gubrist / ZH Holzkohle, Römische Brandgräber, 4. Grabungsetappe Beat Horisberger, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich / CH Fällanden / ZH Analyse von Holzkohle und Auswahl für 14C-Datierung Werner Wild, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich / CH Gletscher im Wallis / CH Funde, Neolithikum bis Neuzeit, Passübergänge, Holzarten-Bestimmungen  Philippe Curdy, ARIA Investigations Archéologiques SA, Sion / CH Elgg, Pfaffenmatten / ZH Analyse von Holzkohle und Auswahl für 14C-Datierung Patrick Nagy, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich / CH Rümlang, Flughafen / ZH Hölzer einer römischen Mühle, Holzbestimmung und Auswahl für Dendrodatierung  Ines Winet, Beat Horisberger, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich / CH Sargans / SG  Antiker Gehstock, Holzartenbestimmung Flohmarkt Sargans, verkauft von Röbi Keller Bibersee, Cham, ZG Mehrere Fischreusen, Holzartenbestimmung der verwendeten Hölzer Renata Huber, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Konservierung/Restaurierung, Zug / CH Lauerzersee / SZ Hölzer aus geologischer Bohrung Walter Imhof, Bildungsdepartement Kt. Schwyz Sizilien, Monte Iato, I Proben mit Holzkohlen der Grabungskampagne 2016 Martin Mohr, Institut für Archäologie, Fachbereich Klassische Archäologie, Universität Zürich Giubiasco-Palasio, TI Capeduncola, Organisches Material Innenseite, Körbchenanhänger von Fibel Rossana Cardani Vergani, Ufficio dei beni culturali, 6500 Bellinzona / TI Mongolei, Astragale Spielset Verkauf in Holzkästchen am Römerfest in Augusta Raurica Astragale, Antike Knöchelspiele, Stand auf dem Forum an Römerfest in Augusta Raurica / CH, 2016 Spina, Provinz Ferrara / I Hölzer und Holzkohlen aus der etruskischen Stadt, Grabung 2016 Martin Mohr, Archäologisches Institut der Universität Zürich Muotathal, Bisistal / SZ Holzkohlen aus dem Abri ‘Milchbüelenbalm’ Walter Imhof, Bildungsdepartement Kt. Schwyz Bachgraben, Cham, ZG Ahle mit mineralisiertem Holzgriff, Bronzezeit, Holzartenbestimmung Annick de Capitani, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Zug / CH Holzmuster Bestimmung der Holzart eines tropischen Holzes M. Teutsch, Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie, ISP, Heimberg / BE Amt für Kultur Triesen / FL Mauren, Holzkohle von mittelalterlichem Grubenhaus in Mauren / FL Ulrike Mayr,  Amt für Kultur, Messinastrasse 5, Triesen / FL, Mathias Seifert, ADG, Chur / CH Oberwinterthur / ZH Holzproben aus römischer Siedlung, Konstruktionshölzer  Markus Roth, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich Holzmuster, Teak / A Herkunft des Teak-Holzes: aus Plantage oder in der Natur gewachsen? B. Lysser, Interessengemeinschaft der Schweizerischen Parkettindustrie, ISP, Heimberg / BE Giubiasco-Palasio, TI Capeduncola (Bronzene Henkeltasse) mit Holzrest an Unterseite, Grab 15 Rossana Cardani Vergani, Ufficio dei beni culturali, 6500 Bellinzona / TI Oberhalbstein / GR / CH Bergbau, Kupferverarbeitung, Bronzetechnologie, Holzkohlen für Dendrochronologie Philippe Della Casa, Institut für Archäologie, Fachbereich Prähistorische Archäologie, Universität Zürich  Mathias Seifert, ADG, Chur / CH Südumfahrung Küssnacht, SZ Hölzer aus Aushub Tunnelabschnitt ‘Burg’, Eem-zeitlich?  Conradin Zahno, Louis Ingenieurgeologie GmbH, Weggis, SZ / CH Beringia, Ostsibirien / RU Fossiles Holz und Holzkohle, vermutlich Interglazial (Eem) Kseniia Ashastina, SENCKENBERG Forschungsinstitut, Forschungsstation für Quartärpaläontologie, Weimar Kleiner Hafner, ZH Pfahlprobe, Holzbestimmung Felix Walder, Labor für Dendrochronologie der Stadt Zürich / CH Italien, Gemälde auf Holz Leonardo da Vinci, Tête de jeune femme, Holzbestimmung und 14C-Probenahme Jolanda van Nijen, Bounty Resources Ltd., Genève Amt für Kultur Triesen / FL Mauren, Holzkohlen aus Blockbergungen von mittelalterlichem Grubenhaus Ulrike Mayr,  Amt für Kultur, Messinastrasse 5, Triesen / FL, Mathias Seifert, ADG, Chur / CH Diehsa, Lkr. Görlitz, Sachsen/D Fossiles Holz, aus Baggeraushub in 8 m Tiefe, vermutlich Interglazial Michael Förster Diehsa, Gem. Waldhufen, Lkr. Görlitz, Sachsen / D Burgruine Pfeffingen / BL  Holzarten an Gerüsthölzern aus dem Westlichen Zwinger und dem Hexenturm  Jakob Obrecht / Kantonsarchäologie des Kantons Baselland Grethem 14-2007 Bef. 12, D Brandgrubengrab der Römischen Kaiserzeit (3./4. Jh), Holzkohlen Babette Ludovici, Fachbereich Archäologie, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover, D Valais 2015 Baumsichel (Hippe, Gertel) römisch. Mineralisierter Schaftrest in Tülle Benjamin Schäfer, Dipl. Rest., Sion, VS / CH Bibersee, Cham, ZG Freigelegte Fischreuse, Holzartenbestimmung der verwendeten Hölzer Maria Ellend Wittwer, Konservierung/Restaurierung, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Zug / CH Wetzikon-Hinwil, ZH Hölzer aus Torfschichten, Neolithikum/Bronzezeit (?) Holzartenbestimmungen Jenny Sojka, Archäologie und Denkmalpflege des Kantons Zürich Alpenblick, Cham, ZG Fischfache (Vorrichtung zum Fischfang), Holzartenbestimmungen Renata Huber, Amt für Denkmalpflege und Archäologie, Zug / CH Amt für Kultur Triesen / FL Alamannisches Messer und Sax, mineralisiertes Holz an Griffen Ulrike Mayr, Kathrin Wüst, Amt für Kultur, Messinastrasse 5, Triesen / FL Kückhoven / D Seilreste von Schöpfeimer aus Holz aus römisch datiertem Brunnen Juliane Bausewein, Restaurierungswerkstatt, LVR Landesmuseum Bonn / DE Zürich, Kleiner Hafner, ZH Pfahlproben, Rettungsmassnahmen Kulturschichten ‘Kleiner Hafner’ Niels Bleicher, Unterwasserarchäologie und Dendrochronologie, Stadt Zürich / CH
zum Bild des Monats zu ANALYSEN 2012 zu ANALYSEN 2011 zu ANALYSEN 2013 zu ANALYSEN 2014 zu ANALYSEN 2015 Rest des Seiles, das mit einem geküferten Eimer zum Wasserschöpfen verwendet wurde. Es ist in römischer Zeit aus Eichenbast hergestellt worden Mineralisierter Holzrest vom Saxgriff, ein typischer, vielreihiger Markstrahl im Tangentialbruch Das Alter der Fischfache ist noch unbestimmt, Mittelalter, Neuzeit oder früher? Auf jeden Fall dürften im Zugersee damit viele schmackhafte Fische gefangen worden sein! Ein stark erodierter Pfahlkopf aus Weisstannenholz, mit der Dendrochronologie werden die Pfähle datiert und können so den Dörfern aus verschiedenen Zeitepochen zugeordnet werden Vermeintliche abgeschnittene Äste zeigen eindeutig: diese sind vom Biber abgenagt worden, keine menschliche Tätigkeit! Die professionell freigelegte, noch nicht konservierte Fischreuse zeigt die Konstruktion aus Weidenruten, Hasel-, Eschen- und Eichentrieben und einem Teil zum Fixieren aus Erlen-Stammholz Der Griff der römischen Hippe bestand aus dem Holz von Prunus spinosa, Schlehdorn. Die Holzreste in der Tülle sind durch Eisensalze mineralisiert An verkohlten Birkenrinden sind Spuren der weissen Borke als glänzender Film (Birkenpech) erhalten geblieben Eine atemberaubende Aussicht von der Umfassungsmauer des westlichen Zwingers der Burgruie Pfeffingen. In den Mauern stecken originale Gerüsthölzer, die eine Datierung der Baugeschichte erlauben Das fosille Holz splittert entlang der Jahrringgrenzen auf - es ist ein Nadelholz, ein Zypressengewächs aus dem Interglazial Ansicht der Blockbergung mit erkennbaren Rundhölzern, möglicherweise von der beim Brand eingestürzten Dachkonstruktion des Grubenhauses. Die Nr. bezeichnen die oberflächlichen Probeentnahmestellen 'Kopf einer jungen Frau', 'Lasapigliata' von Leonardo da Vinci. Vom Bildträger (Nussbaum-Holz) ist eine Probe zur Altersbestimmung entnommen worden   (Quelle Foto: Von Luan Di Nunês - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?cur Dieses Bild des Radialschnittes gab die letzte Sicherheit für die Bestimmung von Erle, die Anatomie dieses Wurzelholzes ist etwas abweichend vom Stammholz 3-D-Aufnahme eines verkohlten Lärchenzweigleins aus den Sedimenten nahe Batagai in Ostsibirien. Es hilft Informationen über die Vegetation während den Eis- und Zwischeneiszeiten zu erhalten. Mikrostruktur des Querschnittes des Holzes SUK1. Die Hölzer aus dem Bereich des Nordportals des Tunnels Burg der Südumfahrung Küssnacht sind 100'000 - 150'000 Jahre alt. Radialbruchfläche einer Nadelholzkohle mit durch Interferenz entstandenen Farben. Holzkohlen dieser Fundstellen werden dendrochronologisch datiert. An der Unterseite der Bronze-Henkeltasse haften Holzreste an, es ist Nadelholz (Föhre?) und könnte von einem Sargbrett stammen Von der Verschalung der Latrinengrube hat sich nur eine dünne, mineralisierte Holzschicht (Ahorn) erhalten Aufgrund des Jahrringbildes scheint es sich eher um ein in der Natur gewachsenes Holz zu handeln Reste eines Rundholzes, schlechte Erhaltung, Sediment ist zwischen die Holzkohle eingedrungen. Erlenholz. Allein schon die Mikromerkmale auf dem Querschnitt belegen eindeutig Sucupira-Holz. Weitere Merkmale von Radial- und Tangentialschnitt geben die Sicherheit. Das Team der Prospektion 'Milchbüelenbalm', Muotathal / SZ. Foto W. Imhof Die knapp 2 cm grosse Ahle besitzt einen Griff aus einem Weidenästchen, das Holz ist durch Kupfersalze mineralisiert Drei Kästchen mit Knochen-Spielen (Astragoloi von Schafen). Die Kästchen sind in der Mongolei aus Pinus sibirica, Arve, hergestellt. Als Bindematerial der Fischreuse wurden teilweise dünne Fichten-Wurzeln verwendet. Das Bild des Querschnittes ist aus Einzelaufnahmen digital zusammengesetzt Holzreste, die bei einer geologischen Bohrung am Lauerzersee gefunden wurden. Da ein relativ hohes Alter angenommen werden muss, wird eine Altersbestimmung durchgeführt Holzreste mit Spuren von Bronzeblech, im Bereich einer Türe aus der Siedlung Im Körbchenanhänger der Fibel befinden sich organische Reste, möglicherweise Leder In den Gebäuden auf dem Monte Iato werden Holzkohlen geborgen, meist Reste von Konstruktionselementen (Bild Uni ZH) zum Bild des Monats zu ANALYSEN 2012 zu ANALYSEN 2011 zu ANALYSEN 2013 zu ANALYSEN 2014 zu ANALYSEN 2015 Ein sehr selten erhaltener Teil der Mühle: Die Schussrinne aus einem mächtigen Eichenstamm gearbeitet. Sie diente der Wasserführung unter dem Mühlrad Ein Wein-Tragfässchen, Fund vom Theodulgletscher. Alle Teile des Fässchens sind aus Fichtenholz gearbeitet Hasel-Holzkohlen sind für 14C-Datierungen geeignet, Hasel erreicht nicht ein Alter von einigen hundert Jahren, somit ist die Datierung nicht zu ungenau, wenn kein geeigneteres Material zur Verfügung steht Für eine Sonderausstellung wird die Madonna vorbereitet, dazu gehört auch die Holzartenbestimmung: Die Statue ist aus Lindenholz geschnitzt Ein Netzschwimmer aus Pappelrinde hat sich mit der Schnur aus Lindenbast erhalten Für die Restaurierung der Sessel soll die Original-Holzart verwendet werden, es ist an allen drei Proben Kernobstholz, Apfel-oder Birnbaum Die Holzkohlen zeigen das Jahrringmuster von nahe der Baumgrenze gewachsenen Bäumen, die Jahrringe sind nur wenige Zellen breit Das Futter des Stoffbeutels aus dem 13. Jahrhundert ist aus Baumwolle gewoben, ein doch erstaunliches Resultat! Der demontierte Griff lässt eine kleine Holzprobe entnehmen, der Stock mit den künstlich erzeugten Nodien ist aus dem Holz der Edelkastanie gefertigt zu ANALYSEN 2017 zu ANALYSEN 2017 Grabungsfoto (Bild: Kantonsarchäologie ZH) vom Gubrist. Aus den römischen Brandgräbern sind einige Tausend Holzkohlen untersucht worden Durch Abspalten der äussersten Jahrringe (ohne Rinde) eines Buchenastes wird das 14C-Datum präzise eingegrenzt Für eine Holzbestimmung sind die kleinen Proben mehr als ausreichend, um Aussagen über die Verwendung von Stamm- oder Astholz zu machen, genügen sie aber nicht